Meine Behinderung

Hallo, ich bin Nele Diercks.
Ich möchte Ihnen etwas über meine Behinderung erzählen.
Und ich möchte Ihnen sagen:
So gehe ich mit meiner Behinderung um.

Meine Beeinträchtigung

Ich habe eine zerebrale Bewegungs-Störung.
Das heißt:
Mein Gehirn kann meinen Körper nicht gut bewegen.
Das ist passiert, weil ich als Baby nicht genug Sauer-Stoff bekommen habe.
Deshalb kann ich meine Muskeln nicht gut kontrollieren.
Und ich kann meine Bewegungen nicht gut steuern.

Wie wirkt sich meine Beeinträchtigung aus?

Bewegungen:
Meine Arme und Beine bewegen sich manchmal von selbst.
Ich will das nicht.
Das Fach-Wort ist: unwillkürliche Bewegungen.
Ich kann nicht alleine gehen.
Deshalb benutze ich einen Roll-Stuhl.

Sprechen:
Ich kann nicht mit meiner Stimme sprechen.
Ich kann nur ein paar Laute machen.
Man kann die Laute erkennen.
Deshalb mache ich andere Sachen zum Sprechen.
Das Fach-Wort ist: Unterstützte Kommunikation.

Wie ich mit anderen rede

Sprachausgabe-Gerät mit Augen-Steuerung:
Ich habe ein besonderes Gerät.
Das Gerät kann sprechen.
Ich steuere das Gerät mit meinen Augen.
Ich schaue auf Buchstaben und Wörter auf einem Bildschirm.
Das Gerät spricht dann die Wörter für mich aus.

Körper-ABC:
Ich habe ein eigenes Alphabet.
Ich zeige Buchstaben mit bestimmten Bewegungen oder Lauten.
Zum Beispiel bewege ich meinen Kopf.
Oder ich mache einen bestimmten Laut.
So zeige ich einen Buchstaben.

Blick-Bewegungen und körpereigene Zeichen:
Ich benutze meine Augen.
Und ich benutze andere Zeichen.
Damit zeige ich Sachen.
Zum Beispiel:
Ich schaue auf etwas.
Damit zeige ich etwas.

Mimik und Gestik:
Ich zeige meine Gefühle und Gedanken mit meinem Gesicht.
Und ich zeige meine Gefühle und Gedanken mit meinen Bewegungen.
Zum Beispiel:

  • Ich lächle.
  • Ich nicke mit dem Kopf.
  • Ich schüttle den Kopf.

Was brauche ich?

Technische Hilfe:
Ich brauche Hilfe.
Ich will mein Sprachausgabe-Gerät einschalten.
Und ich will das Sprachausgabe-Gerät richtig hinstellen.
Vielleicht steht das Gerät nicht richtig.
Oder der Akku ist leer.
Dann kann ich das Gerät nicht benutzen.

Geduld und Verständnis:
Ich brauche Zeit zum Reden.
Deshalb sollen meine Gesprächs-Partner geduldig sein.
Und sie sollen mich verstehen.

Ko-Konstruktion:
Manchmal brauche ich Hilfe.
Ich will etwas sagen.
Aber ich weiß nicht genau wie.
Meine Assistenten und Assistentinnen helfen mir dabei.
Sie sehen meine Zeichen.
Und sie machen mir Vorschläge.
Vielleicht sind die Vorschläge richtig.
Dann sage ich: Ja, das ist richtig.
Vielleicht sind die Vorschläge falsch.
Dann reden wir weiter darüber.
Wir reden so lange darüber, bis es für mich passt.

Meine Kognition

Ich habe Probleme mit meinem Körper.
Aber ich kann gut denken.
Und ich kann gut lernen.
Ich verstehe andere Menschen.
Und ich kann über die Vergangenheit reden.
Ich kann auch über die Zukunft reden.
Ich kann etwas lesen und schreiben.
Ich kenne viele Wörter.
Und ich kenne die ersten Buchstaben von den Wörtern.
Aber es ist manchmal schwierig für mich.
Denn ich brauche Hilfs-Mittel dafür.
Ich kann mich gut konzentrieren.

Ich hoffe:
Sie verstehen meine Behinderung jetzt besser.
Und Sie verstehen jetzt besser:

  • Wie rede ich?
  • Wie reden Sie mit mir?
  • Was brauche ich zum Reden?

Danke fürs Zuhören!

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