Was ist schwierig im Gespräch?

Besonderheiten und Herausforderungen

Wir sprechen.
So können wir sagen:

  • Was wollen wir?
  • Was brauchen wir?
  • Was denken wir?

Manche Menschen können nicht gut sprechen.
Sie benutzen dann Unterstützte Kommunikation.
Das heißt:
Sie benutzen zum Beispiel:

  • Bilder
  • Gebärden
  • Sprachausgabe-Geräte
  • bestimmte Meth-Oden.

Atypisches Rollen-Verhalten

Wenn wir sprechen, wechseln wir uns ab.
Das heißt:
Einer spricht.
Der andere hört zu.
Das nennt man Turn-Taking.

Manche Menschen benutzen Unterstützte Kommunikation.
Bei diesen Menschen ist das oft anders.

Turn-Taking

Normalerweise redet eine Person.
Die andere Person hört zu.
Dann redet die andere Person.
Und die erste Person hört zu.
Das ist normal.

Aber bei Menschen mit Unterstützter Kommunikation ist das schwer.

Die Menschen antworten später:

  • Sie brauchen mehr Zeit für eine Antwort.
    Sie müssen das richtige Bild oder Wort finden.
  • Beispiel:
    Jemand benutzt einen Sprach-Computer.
    Der Sprach-Computer hilft der Person beim Sprechen.
    Die Person will das Wort ‚Schule‘ sagen.
    Aber die Person braucht ein paar Sekunden dafür.
    Der Gesprächs-Partner wartet geduldig.

Die Gespräche sind anders:

  • Der Gesprächs-Partner redet länger.
    Und er stellt mehr Fragen.
  • Beispiel:
    Was hast du am Wochenende gemacht?
    Warst du im Park?
    Dann stellt die Person mehrere Ja/Nein-Fragen.
    So will die Person es herausfinden.

Ko-Konstruktionen

  • Der Gesprächs-Partner hilft, Wörter zu ergänzen.
  • Beispiel:
    Der Nutzer buchstabiert: B-E-R-G.
    Der Gesprächs-Partner fragt:
    Meinst du den Berg in der Nähe?
  • Der Mensch mit Unterstützter Kommunikation entscheidet:
    • Will ich das so sagen?
    • Will ich das nicht so sagen?

Beispiele für atypisches Rollen-Verhalten
Atypisches Rollen-Verhalten heißt:
Eine Person macht etwas anders als die anderen.
Zum Beispiel:

  • Eine Frau arbeitet und verdient Geld für die Familie.
  • Ein Mann bleibt zu Hause und kümmert sich um die Kinder.

Wort-Findung:

Vielleicht findet der Mensch mit Unterstützter Kommunikation ein Wort nicht.
Dann kann der Gesprächs-Partner Wörter vorschlagen.

Zum Beispiel:
Die Person sagt: „Sch...“.
Der Partner fragt: 
„Schule?
Schokolade?
Schaukel?“
Der Partner fragt so lange.
Bis das richtige Wort gefunden wird.

Lange Pausen:

Der Mensch mit Unterstützter Kommunikation braucht Zeit zum Antworten.
Der Gesprächs-Partner muss warten.

Beispiel:
Jemand fragt eine Frage.
Die andere Person wartet geduldig auf die Antwort.
Vielleicht kommt die Antwort erst nach ein paar Sekunden.

Rück-Versicherung:

Der Gesprächs-Partner fragt oft:
Habe ich das richtig verstanden?

Beispiel:
Jemand zeigt ein Bild.
Und die Person fragt:
Meinst du, dass du Durst hast?
Dann wartet die Person auf eine Antwort.

Veränderte Reaktions-Zeit:

Manche Menschen benutzen Unterstützte Kommunikation.
Das heißt:
Sie benutzen Hilfs-Mittel und Methoden zum Reden.
Diese Menschen antworten manchmal langsamer.

Beispiel:
Sie reden über das Mittag-Essen.
Der Mensch mit Unterstützter Kommunikation antwortet erst nach einer Weile.

Eingeschränktes Vokabular

Manche Menschen benutzen Unterstützte Kommunikation.
Das heißt:
Sie benutzen zum Beispiel Bild-Tafeln.
Auf den Bild-Tafeln sind Wörter.
Die Wörter sind aber nicht immer genau.
Vielleicht meinen die Menschen mit einem Wort etwas anderes.
Deshalb muss man nachfragen.

Die Menschen reden langsamer.

Manche Menschen brauchen Unterstützte Kommunikation.
Das heißt:
Sie können nicht gut sprechen.
Sie benutzen Hilfs-Mittel zum Sprechen.
Diese Menschen sprechen langsamer.
Menschen ohne Hilfs-Mittel benutzen 120 bis 180 Wörter in einer Minute.
Menschen mit Hilfs-Mitteln benutzen nur 2 bis 26 Wörter in einer Minute.
Das liegt an körperlichen Problemen.
Und es liegt an Problemen beim Verstehen.

Nonverbale Signale

Manche Menschen benutzen Unterstützte Kommunikation.
Das heißt:
Sie benutzen Hilfs-Mittel zum Sprechen.
Diese Menschen zeigen oft keine nonverbalen Signale.
Nonverbale Signale sind zum Beispiel:

  • Blick-Kontakt
  • Nicken
  • Lächeln.

Das kann andere Menschen unsicher machen.
Vielleicht wollen diese Menschen mehr reden.
Vielleicht merkt es keiner.

Probleme bei der Interaktions-Führung

Manchmal ist es schwer:

  • ein Gespräch zu beginnen
  • ein Gespräch weiter zu machen.

Vielleicht verstehen sich die Menschen nicht.
Dann muss man das Problem lösen.
Vielleicht kann sich jemand nicht in die andere Person hineinfühlen.
Dann kann man nicht gut miteinander reden.
Vielleicht kennt man etwas nicht.
Dann hat man vielleicht Angst vor dem Unbekannten.
Und dann will man vielleicht nichts mit dem Unbekannten zu tun haben.

Fazit

Reden ist wichtig für

  • Inklusion
  • Teilhabe
  • Selbst-Bestimmung

Die Unterstützte Kommunikation ist sehr wichtig.
Sie macht das Leben besser.
Es gibt Partner-Trainings.
In den Partner-Trainings lernen Menschen:
Wie kann man mit Menschen mit Unterstützter Kommunikation besser reden?a

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